Anforderungen an die Untergründe - bauphysikalische Anforderungen


Fliesenverlgung und Verlegung von Naturstein - hier handelt es sich grundsätzlich um eine starre Verlegung. Wenn man von Flexklebern oder Flexfugen spricht, spielt sich das immer nur in einem extrem kleinen Tolleranzbereich ab. Das heißt erst einmal, dass der Untergrund für das Fliesen fest und starr sein muss. Um die volle Klebekraft des Mörtels zu erhalten, muss der Untergrund auch noch frei von haftungshemmenden Stoffen sein. Gleiches gilt natürlich auch für das zu verlegende Material. Fett, Öl, Staub, Farbe, Trennmittel auf der Fliesenrückseite oder Schleifstaub bei Naturstein müssen entfernt werden.

Sehr oft wird bei der Fliesenverlegung auf das Grundieren vor dem Fliesen verzichtet. Man erzielt dadurch viel geringere Werte des haftverbundes zwischen Fliese und Untergrund. Gerade bei problematischen Untergründen (Anhydrit, frischer Beton, verformungsgefährdete Natursteine...) oder in Bezug auf Setzungserscheinungen beim Neubau wie auch bei Bodenheizung kann das im Laufe der Nutzung bis zum Ablösen der Fliesen gehen. Es muss in den allermeisten Fällen grundiert werden. Die Grundierung bindet den auf dem Bau allgegenwärtigen Staub und gleicht das Saugverhalten aus. Die Fliesenkleber - Schicht ist recht dünn und ein Zementbaustoff. Zement braucht zum Abbinden Wasser - wird das Wasser sofort in den Verlegeuntergrund gesaugt, "verbrennt" der Fliesenmörtel und erreicht wieder nur den Bruchteil seiner technisch notwendigen Werte. Wird der Staub nicht gebunden, klebt die Fliese später nur an der Staubschicht und nicht am Untergrund.


Beim Abbinden des Estrichs entstehen oft genug Haarrisse, gerade in Ecken oder Einsprüngen in den Raum. Diese Risse müssen mit Gießharz verharzt werden! Wenn man denkt, dass die schönen großen und manchmal sogar richtig dicken Fliesen diese kleinen Risse ja schön überdecken, wird man vielleicht erst Jahre später eines "Böseren" belehrt - die Fliesen werden reißen.


Wassermoleküle sind extrem klein - somit kann Wasser in die kleinsten Öffnungen und Ritzen eindringen. Somit sollte man in den Bereichen, wo mit Wasser gearbeitet wird, auf keinen Fall an der Abdichtung sparen . Wenn Sie denken, der Fliesenbelag würde die Dichtung übernehmen - weit gefehlt. Gerade im Duschbereich und auch bei den Anschlüssen der Badewanne kann man auf eine Dichtung nicht verzichten. Extrem wichtig ist diese Dichtung auf Trockenbaukonstruktionen, da Gips bei Wasseraufnahme anfängt zu quellen und ganz schnell fault.

 

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 Anforderungen an Untergrund für Fliesen

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